Eichhörnchenwald Fischen: Auf Tuchfühlung mit wilden Tieren

Eichhörnchenwald Fischen: Auf Tuchfühlung mit wilden Tieren

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Eichhörnchen sind wohl die niedlichsten Nagetiere die es gibt und mit ihrer putzigen Art bezaubern sie vor allem Kinder. Die flinken Waldbewohner sind fast überall in Deutschland heimisch, aus der Nähe bekommt man sie aber nur selten zu sehen. Ganz anders soll das in Fischen sein. Das idyllische Dörfchen im Allgäu ist der Geheimtipp für alle Freunde der Eichhörnchen. Ich wollte wissen ob das wirklich so ist und ob sie einem tatsächlich aus der Hand fressen. Zusammen mit Katja von Sprintermadl Photography geht es also ab ins Allgäu.

Eichhörchenwald Fischen: Wanderparkplatz an der Iller

Fischen ist schnell gefunden, einen Hinweis auf den Eichhörnchenwald sucht man aber vergeblich. Google Maps hilft bei der Suche und so landen wir schnell auf einem Wanderparkplatz direkt an der Iller. Der Ausblick ist wunderschön und die Ruhe, die nur durch die Glocken der Kühe unterbrochen wird, passt perfekt zur Landschaft.

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Kurz nach Sonnenaufgang sind wir mit Kamera und Nüssen schon mitten im Wald. Es ist kalt und dunkel. Sehr dunkel! Ein Blick auf den Belichtungsmesser lässt jeden Traum von knackscharfen Bildern erst mal platzen. Also suchen wir uns einen guten Platz und warten auf etwas mehr Licht und vor allem auf die Eichhörnchen.

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Es dauert nur wenige Minuten bis wir das erste entdeckt haben. Es hüpft in atemberaubender Höhe von Baum zu Baum und flitzt die Stämme hoch und runter. Bilder unmöglich. Es dauert noch eine ganze Weile bis es sich eine kurze Pause gönnt und uns bei der Gelegenheit neugierig beobachtet.

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Noch sind wir fast alleine im Wald. Jede Bewegung von uns, jedes Knacken lässt es kurz zusammenzucken. Trotzdem ist es irgendwie ein Gefühl von Vertrautheit. Man spürt schnell dass sich die Eichhörnchen sehr an den Mensch gewöhnt und keine Angst haben müssen.

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Ganz ohne Bestechung geht es dann aber doch nicht. Wir verteilen einige Haselnüsse auf einem Baumstumpf, angeblich sollen sie die besonders gerne mögen. Wir ziehen uns wieder einige Meter zurück und jetzt dauert es keine Minute. Auf direktem Weg und so schnell es kann in unsere Richtung. Unglaublich. Die erste Nuss wird an Ort und Stelle vernascht.

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Jetzt legen wir die Nüsse in immer kleinerer Entfernung ab. Mittlerweile sind schon zwei Eichhörnchen direkt bei uns und holen sich ihr Futter sogar von dem Baumstamm auf dem wir sitzen.

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Das Eis ist gebrochen. Tatsächlich holt sich der kleine Kerl jetzt das Futter direkt aus der Hand ab und wir sind gezwungen abwechselnd zu fotografieren. Ich bin mir nicht mal sicher was gerade mehr Spaß macht. Bilder zu schiessen oder das unglaubliche Erlebnis dieses Eichhörnchen zu spüren.

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In dem Rucksack sind unsere Nüsse gebunkert, die feine Nase von unserem Freund hat das auch sofort gespannt.

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Viel zu schnell geht hier die Zeit vorbei und ab der Mittagszeit ist der Eichhörnchenwald in Fischen sehr gut besucht. Dann streiten sich 40 Besucher um die sieben Eichhörnchen. Wir fahren mit unglaublichen Eindrücken wieder nach Hause. Ein Besuch in Fischen lohnt sich in jedem Fall. Diese Bilder machen zu dürfen hat mir unglaublich viel Spaß gemacht und diese Momente wenn Dir ein wildes Tier all sein Vertrauen schenkt sind unbezahlbar!

 

Eichhörnchenwald Fischen: Eichhörnchen füttern auf der Kamera

 

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Mein Tipp für einen Besuch im Eichhörnchenwald

Die beste Zeit ist direkt nach Sonnenaufgang. Eichhörnchen sind tagaktive Tiere und morgens haben sie Hunger. Am liebsten mögen sie ganze Haselnüsse in der Schale. Bitte keine Mandeln, gesalzene oder geröstete Nüsse anbieten. Das vertragen sie nicht. Nehmt in jedem Fall eine Jacke mit, im Wald ist es morgens auch im Sommer sehr kühl. Parken könnt Ihr fünf Minuten vom Wald entfernt direkt an der Iller. Parkgebühr bis zwei Stunden sind 50 Cent, für den ganzen Tag 2,50 Euro.

 

Verwendetes Equipment:

  • Nikon D700
  • Nikkor 200-500

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